Barrierefreiheit für Behinderte

Wir auf Öster Malma haben uns entschieden, die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung mit Hilfe von Rikard Södergren zu beschreiben, der selbst seit vielen Jahren im Rollstuhl sitzt.

Beschreibung der Barrierefreiheit auf Öster Malma

"Lagårn", Konferenz und Restaurant
Vom Behindertenparkplatz aus sind es 10 m bis zum Eingang. Auf der rechten Seite befindet sich ein Türöffner. Sie kommen zur Rezeption, dort befinden sich Sitzplätze für Besucher.

Auf der linken Seite liegt der Konferenzbereich, und auf der rechten Seite das Restaurant. Alle Bereiche befinden sich auf einer Ebene. Es gibt zwei behindertengerechte Toiletten, eine bei der Garderobe im Restaurant und eine bei den Konferenzräumen.

Konferenzbereich im Lagårn
Der große Versammlungsraum und die kleineren Besprechungsräume liegen auf der gleichen Ebene. Niedrige Schwellen und gute, harte Böden zum Rollen. Im Restaurant ist viel Platz zwischen der Kasse, Anreiche und den Tischen. Die Anreiche ist niedrig, man erreicht alles vom Rollstuhl aus. Die Tische sind so entworfen, dass man beim Essen gut im Rollstuhl sitzen kann. Der gesamte Lagårn hat gute Barrierefreiheit.

Röda Längan, Übernachtungen
Wenn Sie auf den Rollstuhl angewiesen sind, besteht die Möglichkeit, in der Nähe egen auf der gleichen Ebene wie der Eingang. 4 Zimmer sind barrierefrei mit Platz am Bett für den Rollstuhl. Die Toiletten haben Duschhocker, niedrige Spiegel und man kommt mit den Beinen unter das Handwaschbecken. Die Türbreite ist in allen Zimmern mindestens 80 cm.

In der unteren Etage, die Sie mit dem Fahrstuhl erreichen können, befindet sich die Gemeinschaftsküche, um die Mikrowelle und die Oberschränke zu erreichen benötigt man Hilfe, wenn man auf den Rollstuhl angewiesen ist. Die Bibliothek mit Sesseln und Tisch, Entspannungsraum und angepasster Sauna mit barrierefreien Duschen. Der kleinere Konferenzraum „Aula" ist mit dem Fahrstuhl erreichbar.

Das Schloss
Das Schloss ist nicht barrierefrei. Mit dem Rollstuhl kann man den großen Eingang, die Eingangsetage und die Etage darunter erreichen. Um die Eingangsetage mit dem Rollstuhl zu erreichen, können mobile Rampen montiert werden. Hohe Schwelle an der Eingangstür. Als Rollstuhlfahrer benötigt man Assistenz.

Um zum Pub in der unteren Etage zu gelangen, muss man mit dem Rollstuhl um das Schloss herumfahren, um zur hinteren Eingangstür zu gelangen. Die Gänge rund um das Schloss sind bekiest und schwer zu befahren, Assistenz ist nötig. In der unteren Etage befindet sich ein Pub, der an den annoncierten Pubabenden geöffnet hat. Im Schloss befinden sich keine barrierefreien Toiletten. Durch den Schlossgarten führen Kieswege, wodurch man eventuell Assistenz beim Befahren benötigt.

Die Schlossflügel
Jugendherberge - die Flügel sind denkmalgeschützt, gebaut im 18. Jahrhundert. Deshalb konnten sie nicht für behinderte Personen angepasst werden. Dies löst Öster Malma, indem Ihnen als Behinderter die Übernachtung im Hotellbereich angeboten wird.

Rikard Södergren, Berater für Natur- und Barrierefreiheit

1986 begann ich als Landesjagdaufseher in der Geschäftsstelle des Stockholmer Landesjagdverbandes zu arbeiten. Seit diesem Tag im Frühjahr ´86 war ich mit verschiedenen Arbeitsaufgaben im Schwedischen Jagdverband befasst. 1995 erhielt ich die Diagnose MS, und es begann eine Zeit mit Krankschreibungen von der Arbeit. Zu Anfang war ich als Schießobmann für das gesamte Land tätig, aber die Krankheit wurde immer schlimmer und seit 2003 beziehe ich Berufsunfähigkeitsrente.

Einige Jahre später bekam ich Einblick darin was es heißt, behindert zu sein und weiterhin am jagdlichen Betrieb teilzunehmen. Zu rollen statt zu gehen bedeutet, dass man über die Barrierefreiheit in seiner Umgebung informiert sein muss. Mit dem Jagd- und Naturinteresse wurde die Barrierefreiheit und die Möglichkeit, der Eingangstür zu parken. Die Eingangstür hat keinen Türöffner. Die Zimmer liweiterhin zu jagen und draußen in der Natur zu sein, zur zentralen Frage. Es führte zu unterschiedliche Erlebnissen, mit der Arbeit an der Barrierefreiheit in der Jagd zu beginnen. Die Frage der Barrierefreiheit wurde bis dahin im Prinzip nicht diskutiert, aber mit einem behinderten, ehemaligen Jagdaufseher wurde die Frage mehr und mehr diskutiert. 2009 nahm das Projekt "Jagd für Alle - Barrierefreiheit" Formen an. Ich trieb die Frage voran und bin heute Projektleiter.

Mein Naturinteresse hat bewirkt, dass ich an der Arbeit für die Barrierefreiheit in Naturschutzgebieten und Nationalparks in der Provinz Örebro beteiligt bin. In Sachen Jagd bin ich ein "Allesfresser". Die Jagd mit Hunden hat sich für mich verändert, von der Gebirgsjagd mit Vorstehhunden zur Klauenwildjagd mit Rauhhaardackeln. Die Vogeljagd, von Krähe bis Gans, sind Jagdtage, auf die man sich freut und deshalb hat es immer auch einen Labrador in der Familie gegeben.